Meine Toskana-Reise: Gute Zeiten, schlechte Zeiten
(Teil 2/4)

tus2Am Ankunftstag in der Toskana logierten wir im Grand Hotel Continental in Tirrenia – nur 15 Autominuten vom Flughafen Pisa entfernt. Das 4-Sterne-Hotel ist zwar etwas in die Jahre gekommen, die meisten Zimmer sind jedoch renoviert und das Personal ist äusserst freundlich. Der absolute Hammer ist das grosse Schwimmbad: 50 m lang!

Am 2. Tag ging die Fahrt weiter, südwärts der Küste entlang. Vorbei an Livorno mit seinem Hafen bis nach Castagneto Carducci.

Vorgesehen war, dass wir die nächsten 2 Nächte im Hotel Bambolo logieren würden. . Was aber dann passierte, ist einfach unfassbar: 

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Schwimmbad von Grand Hotel Continental in Tirrenia

Wir wurden von einer hübschen, blonden Frau begrüsst, sie hatte was von einer Barbie-Puppe. Leider spricht sie weder Englisch noch Deutsch, und ich spreche nicht so gut Italienisch. Die Blondine sah ziemlich ratlos aus, als ich sie fragte, ob noch ein Zimmer frei sei oder ob es wenigstens ein Zimmer mit 2 Betten gibt. Ich war irritiert und konsterniert, dass in diesem Hotel, das sich international ausrichten will, niemand Englisch spricht. Am Ende winkte ich ab weil es hoffnungslos war, mit Barbie weiter zu diskutieren. Leider wurde dieses „Abwinken“ missverstanden – anscheinend bedeutet das in der italienischen Zeichensprache etwas Ordinäres. Die Konsequenz: Der Hotelbesitzer (er spricht ein wenig Englisch) hat mich kurzerhand rausgeworfen! Die Emotionen gingen auf beiden Seiten hoch.

So geht man mit Kunden definitiv nicht um. Später erfuhr ich, dass Blondy die Freundin des Hotelbesitzers ist – und ich kann nur mal vermuten, dass sie keine grosse Ahnung von der Hotel- und Reisebranche hat. Schade…

Auf die darauf folgende Hotelsuche wurde ich im 2-Sterne-Hotel Cucciolo in Donoratico fündig.

Der Familienbetrieb ist sehr sympathisch, geführt von den freundlichen Brüdern Emiliano und Fulvio. Das Zimmer entspricht der Hotelkategorie: sehr simpel aber sehr sauber und das Bett ist bequem. Auch preislich kann ich überhaupt nichts sagen mit 77 € für 2 Nächte (inkl. gratis Wifi, das sogar bestens funktioniert)

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Ein Selfie mit den beiden Brüdern Emiliano und Fulvio

Nach soviel Aufregung freute ich mich auf ein leckeres Abendessen. Dieses war zwar beim Restaurant von Hotel Bambolo vorgesehen, das jedoch nicht direkt zum Hotel gehört. Leider wurden wir auch dort enttäuscht: Über eine halbe Stunde warten, bis wir überhaupt die Menükarte kriegten und etwas zu Trinken, der bestellte Rosé hatten sie nicht mehr, wurde aber trotzdem verrechnet. Der Hauptgang wurde serviert, obwohl wir noch nicht mit der Vorspeise fertig waren, usw. Das Essen war gut und das ist auch schon alles.

Das Personal ist zwar freundlich, jedoch schlichtweg überfordert und wahrscheinlich ähnlich wie beim Hotel nicht entsprechend ausgebildet. Die linke Hand weiss nicht was dir rechte tut. Die strenge Sommersaison hat noch nicht angefangen und ich frage mich, was für ein Chaos dort sein wird, wenn mal wirklich Vollbetrieb herrscht.

Konsequenz dieses Tages: Vielleicht ist die Toskana einfach zu sehr verwöhnt und muss sich nicht so anstrengen wie andere Regionen? Im Piemont wären solche Szenarien undenkbar! Die Toskana Reise dauert ja noch ein paar Tage und wegen diesen zwei schlechten Erlebnissen kann ich (noch) nichts daraus schliessen…..

 

 

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