17.-20. November 2011 Genuss- Wein- und Trüffelreise im Piemont

Während den 4 Tagen durfte ich eine total aufgestellte Gruppe von 8 Teilnehmern ins Piemont begleiten. Wir konnten diverse top Weine degustieren, und natürlich wurden wir auch kulinarisch von A-Z verwöhnt. Eine Teilnehmerin hat mir anvertraut, dass sie Bedenken hatte, ihren Mann auf dieser Reise zu begleiten, denn es wäre ja sowieso nur eine „Sauf- und Fress-Reise“! Nun, also soo würde ich das nicht nennen; denn schliesslich ging es sehr kultiviert zu. Allerdings gebe ich ihr insofern recht: Mann unternimmt keine Piemont-Reise, mit dem Ziel ein paar Pfunde loszuwerden…schliesslich dreht sich hier tatsächlich vieles um die piemontesische Gastronomie, Barolo, Barbaresco, Trüffel, Genuss, usw.

Eines der Highlights war der Kochkurs: Wir durften die Küchenchefin auf dem lokalen Markt in Alba beim Einkaufen begleiten und wir erhielten schon mal wertvolle Tipps bezüglich den Auswahlkriterien. Etwas leid tat mir die Köchin schon, denn v.a. die weiblichen Teilnehmerinnen waren am bunten Markttreiben sehr angetan (mich eingeschlossen). Die Stände voller Handtaschen, Schuhe und Kleider hat uns magisch angezogen und es war mindestens so spannend auf Euro-Schnäppchenjagd zu gehen! Nun, die Köchin hatte trotzdem souverän und zielsicher die Zutaten eingekauft: Diverse Gemüsesorten und einen frischen Fisch. Später im Restaurant durften wir ihr beim Kochen über die Schulter schauen, wie sie den toten Fisch köpft und wie sie die Gemüse-Vorspeise zubereitet. Danach konnten wir selber aktiv am Pasta-Workshop teilnehmen. Nach so viel getaner Arbeit wurden wir mit einem leckeren Aperitif und Mittagessen verwöhnt!

piemont-1412172275Das Treffen mit dem Trüffeljäger und seinem Hund war eine weitere spannende Attraktion. Der charmante Trüffeljäger erklärte uns, warum die meisten Trüffelhunde klein und weiss sind. Und wir wissen nun, wo sie ausgebildet werden (nämlich an der Trüffelhunde-Universität) und warum der Trüffelhund dem Trüffelschwein den Rang abgelaufen hat. Selbstverständlich konnten wir die Schnüffelaktionen des Doggy gleich an einer Life-Demo mitverfolgen.

Faszinierend waren auch die Trüffel-Szenen in den Restaurants: Jedes Mal wenn ein Gast von einem Kellner „betrüffelt“ wurde, haben wir alle gespannt zugeschaut; denn schliesslich sind solche Aktionen bei uns nicht.unbedingt alltäglich: Die Trüffel wird also zuerst gewogen, dann schabt der Kellner die Knolle mit einem speziellen Trüffelschaber über das Gericht. Danach wird die Trüffel nochmals gewogen und der Kunde bezahlt die Differenz. So ein weisser Trüffel-Knollen von ca. 100 g kostet leicht mal 250 bis 500 €, der Preis ändert täglich: Zum Beispiel betrug der Durchschnittspreis einer weissen Trüffelknolle am 1. Oktober 2011 250 € / hg. Am 18. November 2011 war der Preis 410 €. / hg. Hier ein interessanter Link, bei dem Sie die Entwicklung der Trüffelpreise nachvollziehen können.

Die nächste Wein-Trüffel-Reise kommt bestimmt! Sie wird vom 1. bis 4. November 2012 durchgeführt. Ich freue mich jetzt schon auf die Begegnungen mit den sehr gastfreundlichen Einheimischen, auf die leckeren Menüs, auf die Weindegustationen, auf den Trüffel-Duft, der einem praktisch in jedem Restaurant entgegenweht, auf die Salami, auf den Käse, auf die lokalen Märkte und die Handtaschen…..

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